Prisma Fortbildung

Die Fortbildung für Lehrpersonen der Sekundarstufen I & II.

Mit dieser Fortbildung möchten wir Sie unterstützen Diskriminierung, Vorurteile und Extremismus zu reduzieren und gleichzeitig Offenheit und Toleranz an Ihrer Schule zu fördern. Dafür gehen wir in dieser Fortbildung nicht nur praxisorientiert auf Ihren Schulalltag ein, sondern geben Ihnen auch Unterrichtseinheiten und Materialien für Ihre Klassen an die Hand.

 

Unser Fokus liegt in der Fortbildung, sowie auch in den Materialien für Schulklassen, auf der Förderung von sozial-kognitiven Kompetenzen. Insbesondere die Kompetenzen Selbstreflexion und Perspektivübernahme werden weiter entwickelt.

 

Weitere Kerninhalte sind die Vermittlung von Einflussfaktoren, die zur Entwicklung und Aufrechterhaltung von Diskriminierung, Vorurteile und Extremismus führen können. Zudem sind praxisbezogene Konzepte und Hinweise zur Reduzierung dieser Phänomene im Schulalltag ein wichtiger Bestandteil der Fortbildung.

 

Die Inhalte der Fortbildung basieren auf Wissenschaft und Forschung der Psychologie und weiteren relevanten Fachrichtungen.

Ziele

 

Konzepte zur Prävention von Rassismus, Diskriminierung und Extremismus vermitteln

 

Die Kompetenzen Selbstreflexion und Perspektivübernahme und stärken

 

Die eigene Haltung reflektieren mit Vorurteilen reflektierter umgehen 

 

Die Entstehung von Vorurteilen, Diskriminierung und Extremismus nachvollziehen

 

Förderung des Schul- und Lernklimas

 

Psychische und Physische Entlastung

 

 Förderung einer toleranten, offenen Haltung und Akzeptanz gegenüber Menschen, egal welcher Herkunft, Religion oder sexueller Orientierung


Programm-Bausteine

Die drei Hauptkomponenten der Fortbildung sind Wissen, Kompetenzen und praktische Umsetzung. 

 

Die Fortbildung vermittelt Wissen bezüglich der Mechanismen, die zur Entstehung und Aufrechterhaltung von Vorurteilen und Diskriminierung führen können. Die Kompetenzen Perspektivübernahme und Selbstreflexion werden in der Fortbildung angewendet und es werden den LehrerInnen Konzepte zur Förderung dieser Kompetenzen an die Hand gegeben. Des Weiteren werden Konzepte und Empfehlungen zu in der Praxis umsetzbaren Verhaltensweisen vermittelt, die der Reduzierung von Vorurteilen und Diskriminierung dienen. Gemeinsam erarbeiten wir mit den Teilnehmenden, welche Konzepte in ihren Schulalltag passen.


Philosophie

Im Programm soll es, anders als häufig in der Anti-Diskriminierungsarbeit, nicht darum gehen, jedes Vorurteil „auseinanderzunehmen“. In diesem Programm wird vielmehr eine Stufe tiefer angesetzt, nämlich bei unseren Denk- und Handlungsmustern. Hier liegen grundlegende Schwachstellen vieler Vorurteile. Da Vorurteile ein starker Faktor bei Diskriminierung, Rassismus und Sexismus sind, werden auch diese grundlegend angegangen. Den TeilnehmerInnen soll dabei nicht einfach Wissen oder eine vordergründige Moral eingeflößt werden, sondern eine hinterfragende und kritische Sichtweise auf unseren alltäglichen Umgang mit Menschen eröffnet werden.


Methoden

Die Fortbildung ist multimethodal gestaltet. Kurze Vortragssequenzen wechseln sich mit praktischen Übungen und Gruppenphasen ab. Es werden im Rahmen der Fortbildung auch Übungen und (Rollen-) Spiele aus dem Programm „Prisma“ mit den Teilnehmenden durchgeführt, die Sie dann auch im schulischen Alltag verwenden können.


Inhalte

Die erste Komponente „Wissen“ betrifft vor allem häufige Verzerrungen, die wir Menschen bei der Wahrnehmung, Bewertung und Kategorisierung unserer Mitmenschen machen oder Fehler die uns bei der Verarbeitung von Informationen über Personen oder Gruppen unterlaufen. Diese Mechanismen können unter anderem zur Entstehung und Aufrechterhaltung von Rassismus und Vorurteilen im Allgemeinen führen. Diese Phänomene sind wiederum wichtige Faktoren für Diskriminierung. Die zwei wichtigsten Kompetenzen, welche im Programm gefördert werden sind die Selbstreflexion sowie die Perspektivübernahme. Bei der Selbstreflexion geht es vor allem darum, das vermittelte Wissen auf uns selbst und den (Schul-) Alltag zu übertragen, uns diesen Mechanismen hinter Vorurteilen und Diskriminierung bewusster zu werden und so auch aktiv in diese Prozesse eingreifen zu können. Die Kompetenz der Perspektivübernahme ist beispielsweise wichtig, um seine eigenen Einstellungen zu hinterfragen und ein besseres Verständnis für Menschen in anderen Lebenswirklichkeiten aufzubauen.

Schlussendlich ist die Komponente der praktischen Umsetzung unablässig für die Verankerung der Fortbildungsinhalte in die Schulpraxis. Hier werden  Konzepte und Empfehlungen zu in der Praxis umsetzbaren Verhaltensweisen, die der Reduzierung von Vorurteilen und Diskriminierung dienen, gegeben. Gemeinsam erarbeiten wir mit den Teilnehmenden, welche Konzepte in ihren Schulalltag passen. Dabei halten wir wichtige Erkenntnisse für die Praxis fest, die den Teilnehmenden auch später noch zur Verfügung stehen.

 

Die vermittelten Inhalte basieren auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, insbesondere aus der Psychologie, sowie auf anerkannten Konzepten aus Präventionsprogrammen, die für die Zielgruppe und Zwecke der Fortbildung angepasst wurden.